Krafttraining für Läufer

Wer glaubt als Läufer würde es genügen, zu laufen, der irrt. Wer nicht das ein oder andere Wehwehchen oder gar eine ernsthafte Verletzungen davontragen möchte, sollte den Körper entsprechend schützen. Hier kommt das Krafttraining ins Spiel. Ob dieses an Geräten im Fitnessstudio erfolgt oder mit dem eigenen Körpergewicht im heimischen Wohnzimmer, hängt natürlich von den körperlichen Voraussetzungen und Zielen des Einzelnen ab.

 

 

Doch wo genau liegt der Nutzen von Krafttraining? Bei jedem Schritt läuft eine Erschütterung durch den Körper, die langfristig vor allem in den Gelenken zu spüren ist. Starke Muskeln schützten Gelenke und Sehnen vor eben dieser Belastung, indem sie als Stoßdämpfer dienen. Doch kräftige Muskeln schützen nicht nur vor Verletzungen, sondern fördern auch die Leistung. Mehr Kraft bedeutet weniger Energieverschwendung. Wer auf den letzten Metern keine Kraft mehr hat, dessen Laufökonomie leidet mehr als er denkt. Und umso schlechter die Laufhaltung, desto mehr Kraft verbraucht man – ein Teufelskreis. Doch welche Muskeln sollte beim Krafttraining trainiert werden?

 

Der Körper – mehr als zwei Beine

Viele Läufer vergessen schnell, dass ihr Körper aus mehr als zwei Beinen besteht und dass beim Laufen auch Rumpf und Arme eine wichtige Rolle spielen. Dementsprechend empfiehlt sich ein ganzheitliches Krafttraining, das alle Körperpartien gleichermaßen fördert und fordert. Neben Ober- und Unterschenkeln sollte auch die Muskulatur des Gesäßes ausreichend trainiert werden. Darüber hinaus sorgen starke Bauch- und Rückenmuskeln für Stabilität und eine gute Körperspannung. Und auch die Arme sollten ein wenig trainiert werden. Zu den gängigen Übungen zählen Sit-Ups, Kniebeugen, Liegestützen und Stabilisationsübungen. Wer gerne an Geräten seine Kraft trainieren will, sollte sich von einem professionellen Trainer die Übungen zeigen lassen, denn eine falsche Durchführung kann auf die Dauer mehr schaden als helfen.

Wer also etwa ein bis zwei Mal die Woche eine Laufeinheit durch ein Krafttraining ersetzt oder ergänzt, der tut nicht nur seiner Leistung etwas Gutes – auch der Körper wird es danken.