Höhentraining

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Dieter Baumann hat’s getan. Die Kenianer tun es. Und für Paula Radcliffe gehört es ebenso dazu: das Höhentraining. Das Prinzip des Höhentrainings ist einfach.

 

Wenn der Luftdruck mit zunehmender der Höhenlage steigt, verringert sich Sauerstoffaufnahmefähigkeit des Körpers. Für die Zeit in der Höhe bedeutet dies eine gesteigerte Belastung für den Läufer. Die Regenerationszeit verlängert sich und die Leistungsfähigkeit sinkt zunächst, da vom Körper trotz weniger Sauerstoff die gleiche Leistung erwartet wird. Erst nach und nach passt sich das gesamte System diesen erschwerten Bedingungen an.

 

Mehr rote Blutkörperchen durch Hypoxie

Anpassen bedeutet dabei, dass der Körper die verringerte Sauerstoffaufnahme ausgleichen will, indem er mehr rote Blutkörperchen produziert, die für den Transport des Sauerstoffes im Blut zuständig sind. Umso mehr rote Blutkörperchen verfügbar sind, desto schneller wird der Sauerstoff dort hin transportiert, wo er am nötigsten gebraucht wird – in die Muskeln. Folge dieses besseren Sauerstofftransportes ist die erwünschte Steigerung der Leistung.

 

 

Mindestenes drei Wochen sollte ein Trainingslager in einer Höhe von 2000 bis 2500m dauern, damit der Körper sich umstellen kann und damit der Sportler auch bei der Rückkehr ins Flachland noch möglichst lange von dem positiven Effekt profitiert. Zurück in der Ebene kann der Körper nun, unter normalen Bedingungen, mehr Leistung bringen als zuvor, da er immer noch von mehr roten Blutkörperchen im Blut und einer verbesserten Sauerstoffversorgung profitiert.

 

Setzt man das Hypoxietraining, also das Training in der Höhe, richtig ein, führt es für einige Wochen zu einer verbesserten Ausdauer. Daher lohnt sich das Höhentraining vor allem für Sportler in Ausdauersportarten wie Schwimmen – und Laufen. Knapp zwei Wochen vor einem Wettkampf sollte das Höhentraining dann jedoch beendet werden, damit der Körper sich regenerieren kann und der Sportler optimal von den Auswirkungen des Trainings profitieren kann.

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